Es gibt zahlreiche Möglichkeiten um Wein optimal zu lagern.

Die folgenden sind nur ein paar davon:

  • Ein Wein kann in einem Keller, der völlig in der Erde liegt, gelagert werden. Die Temperatur ist kühl und konstant. Wichtig ist, dass es im Keller nicht feucht ist.
  • In einer Abstellkammer oder im Wohnbereich kann man auch Wein lagern.
  • Für eine perfekte Weinlagerung eignet sich am besten ein Weinklimaschrank.

Achten Sie bei der Lagerung auch auf die Eigenschaften des Weines. Die folgenden Punkte beeinflussen die Lagerung:

  • Wenn der Wein viel Tannin enthält und süß ist, ist er lagerfähiger und lagerbar.
  • Zudem ist ein Wein mit viel Säure länger haltbar. Ebenso ist ein Wein mit einem hohen Schwefelgehalt länger haltbar.
  • Weine, die gelagert werden, sollten mindestens 12,5 Prozent Alkohol enthalten.
  • Rotweine können länger gelagert werden als Weißweine.

Auf was Sie noch bei der Weinlagerung achten sollten haben wir Ihnen im folgenden ausführlich zusammengestellt.  

Ratgeber – das sollten Sie beim Wein lagern beachten

Welchen Wein kann man lagern?

Je hochwertiger ein Wein ist, desto länger kann er gelagert werden.

Der Restzuckergehalt ist ein wichtiger Faktor für die Lagerfähigkeit des Weins. Der Zucker hat eine konservierende Wirkung.

Süßweine, wie zum Beispiel Beerenauslesen, Eisweine, Trockenbeerenauslesen sowie Auslesen, können lange gelagert werden.

Rotweine können länger gelagert werden als Weißweine. Der Gerbstoff, der in Rotweinen vorhanden ist, bietet dem Wein Schutz vor oxidativen Prozessen.

Wie lange ein Wein reifen kann, ist auch von seiner Rebsorte abhängig.

Rote Rebsorte, die für eine Lagerung geeignet sind, sind Nebbiolo, Cabernet Sauvignon, Syrah, Tannat sowie Sangiovese.

Weißweine: Grüner Veltiner, Riesling, Xarel.lo sowie Chardonnay zählen zu den weißen Rebsorten, die sich zur Lagerung eignen.

Der Alkoholgehalt bestimmt ebenfalls die Lagerfähigkeit des Weins. Je höher der Alkoholgehalt, desto länger ist die Lagerzeit.

Tipp: Der Wein sollte mindestens 12,5 Prozent Alkoholgehalt haben, um gelagert werden zu können.

Warum man Wein lagert?

Hochwertige Weine brauchen eine Lagerung, um reifen zu können und um somit die Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Alkohol, Tannine oder Säure, zu verbinden und die Aromatik zu entwickeln.

Nach mehreren Jahren kommen Tertiäraromen zur Entfaltung, so zum Beispiel beim Riesling die Petrolnoten. Diese stammen von den Prozessen, die während der Reifung des Weins entstehen.

Bei Rotweinen lösen sich durch eine lange Standzeit Gerbstoffe aus Kernen und aus der Schalenhaut. Sie sorgen für das pelzige Mundgefühl.

Die Gerbstoffe haben neben den geschmacklichen Charakteristiken auch eine antioxidante Wirkung.

Wie lange kann man Wein lagern?

Normale Qualitätsweine haben ein Lagerungspotenzial von 1 bis 3 Jahren, sehr säurebetonte Qualitätsweine 3 bis 6 Jahren.

Normale Kabinettweine können 1 bis 2 Jahre gelagert werden, sortenreine Kabinettweine 2 bis 4 Jahre.

Das Lagerpotenzial liegt bei Spätlesen zwischen 3 und 5 Jahren, bei Auslesen zwischen 4 und 6 Jahren und bei Beerenauslesen mindestens 10 Jahre und bis zu 100 Jahre.

Cabernet Sauvignon gilt als besonders lagerungsfähig. Er zeichnet sich durch einen hohen Tanningehalt aus.

Bei welcher Temperatur sollte Wein gelagert werden?

Die Temperatur ist bei der Weinlagerung sehr wichtig.

Ab 21 Grad Celsius kann ein Wein sehr schnell reifen und bei Temperaturen über 25 Grad Celsius lässt der Wein aromatisch und geschmacklich nach.

Die ideale Temperatur für eine Weinlagerung ist zwischen 7 und 18 Grad Celsius. Der Bereich zwischen 12 und 13 Grad Celsius wird als die perfekte Temperatur für die Weinlagerung betrachtet.

Es ist wichtig, eine Temperaturkonstanz zu gewährleisten. Eine immer wechselnde Temperatur ist für den Wein nicht gut.

Hinweis: Wein sollte auf keinen Fall in die Tiefkühltruhe gestellt und eingefroren werden. Der Wein kann sich nicht entwickeln und der Korken kann aufgehen, wenn die Flüssigkeit zusammengezogen und ausgedehnt wird.

Sollte man Wein beim lagern drehen?

Weine mit einem Naturkork sollten in der Horizontale aufbewahrt werden, damit es nicht zum Austrocknen des Korkens kommt.

Ein Wein mit einem alternativen Verschluss kann auch stehend gelagert werden.

Wenn der Wein liegend gelagert wird, wird der Korken von innen befeuchtet und dehnt sich aus. Auf diese Weise kommt wenig Sauerstoff in die Flasche.

Wenn der Wein stehend gelagert wird, kommt er zur Austrocknung des Korkens.
 

Wissenswertes zur Weinlagerung 

Bei der Weinlagerung ist eine konstante Temperatur wichtig, die im Bereich zwischen 12 und 18 Grad Celsius liegt.

Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 50 und 80 Prozent. Außerdem sollten Weine im Dunkeln gelagert werden.

Das Lagern der Weine verändert die Aromen. Je hochwertiger der Wein ist, desto länger kann er gelagert werden.

Wie lange ein Wein gelagert werden kann, hängt vom Alkoholgehalt, vom Zuckergehalt, vom Tanningehalt, vom Säuregehalt, vom Sulfite sowie von der Rebsorte ab.

Einfache und trockene Weine können zwei bis drei Jahre gelagert werden, trockene Premiumweine halten 5 bis 10 Jahre.

Hochwertige Rotweine können Jahrzehnte lang aufbewahrt werden.

Liebliche Spät- sowie Auslesen können bis zu 10 Jahre gelagert werden.

Edelsüße Weine oder Eisweine können über 20 Jahre aufbewahrt werden


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