Wer Freude an einem guten Tropfen Wein hat, und diesen auch gern zuhause genießen möchte, der steht alsbald vor der Aufgabe der richtigen Lagerung.

Nicht jede weinliebende Person kann hier auf einen aufwändig ausgebauten Weinkeller zurück greifen, weshalb Weinkühlschränke eine gute Alternative darstellen.

Im folgenden Beitrag erfahren Sie die Unterschiede sowie die Vor- und Nachteile eines Weinkühlschrankes und eines Weinklimaschrankes

Ratgeber – Weinklimaschrank oder Weinkühlschrank

Welches Modell ist für welche Bedürfnisse geeignet? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Weinkühlschrank und einem Weinklimaschrank?

Diese und andere Fragen beantwortet Ihnen der folgende Ratgeber.

Was ist ein Weinkühlschrank?

Der Name erklärt das Prinzip. In einem Weinkühlschrank können Weine, aber auch Sekt oder gar Champagner gelagert werden.

Der grundsätzliche Unterschied zu anderen Norm-Kühlschränken ist dabei die Ablage, die es ermöglicht, Weinflaschen adäquat und schnell erreichbar zu lagern.

Zudem sind Weinkühlschränke zumeist mit einer Glasfront versehen, die einen dekorativen Blick auf die gelagerten Weine ermöglicht, sie jedoch auch vor schädlichem Lichteinfall schützt.

Ein Weinkühlschrank verfügt in der Regel über eine fest einstellbare Temperaturzone.

Der Begriff Weinkühlschrank wird zudem auch als Oberbegriff für verschiedene Kühlmodelle wie den Weinklimaschrank, der im Folgenden noch vorgestellt wird, und Weintemperierschrank verwendet.

Was ist ein Weinklimaschrank?

Ein Weinklimaschrank dient der Langzeitlagerung von Weinflaschen. Im Grunde handelt es sich hierbei um einen kleinen, elektrischen Weinkeller.

Ein Weinklimaschrank ist gleichzeitig in der Lage zu wärmen und zu kühlen, wodurch eine konstante Temperatur der gelagerten Weinflaschen garantiert wird. Zu diesem Zweck sind Weinklimaschränke zumeist zusätzlich mit einem Außentemperaturfühler ausgestattet.

Außerdem sind sie in der Lage, die Luftfeuchtigkeit im Inneren zu regulieren und die Außenluft zu filtern, um unerwünschte Gerüche zu eliminieren, die sonst über Naturkork in den Wein eintreten könnten.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die vibrationsarme Kühlung, die für die Langzeitlagerung von Weinen, die in der Flasche weiter reifen sollen, vonnöten ist.

Welche Vor- und Nachteile hat ein Weinkühlschrank?

Ein Weinkühlschrank ist einem normalen Kühlschrank insofern im Vorteil, als dass er ausschließlich für die Lagerung von Weinflaschen vorgesehen ist.

Während ein normaler Kühlschrank in den meisten Fällen deutlich zu kalt für die längerfristige Lagerung von Wein eingestellt ist, hat ein Weinkühlschrank stets eine konstante Temperatur von 10-12 Grad.

Allerdings sind Weinkühlschränke in ihrer Nutzungsbreite auch nur bedingt für besonders kostspielige Weine geeignet. Das liegt zum einen daran, dass sie meist nur über eine Temperaturzone verfügen, die nicht gleichermaßen zur Lagerung von Weiß- und Rotweinen geeignet ist und zum anderen an der Tatsache, dass ein Weinkühlschrank ausschließlich über ein Kühlmodul verfügt.

Die Außentemperatur kann nicht erfasst werden, was einen entscheidenden Nachteil bedeutet, wenn der Kühlschrank an einem Ort steht, der größeren Temperaturschwankungen ausgesetzt ist.

Die Unregelmäßigkeiten zwischen Außen- und Innentemperatur können dem gelagerten Wein durchaus erheblichen Schaden zufügen.

Ein Weinkühlschrank verfügt zudem meistens nicht über eine Luftfilteranlage oder einer Möglichkeit zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit im Inneren.

Was sind die Vor- und Nachteile eines Weinklimaschranks?

Ein Weinklimaschrank ist für die langfristige Lagerung von Weinen geeignet.

Dicke Isolationsschichten am Boden, den Wänden, der Decke und der Tür sorgen für eine konstante Innentemperatur, ganz gleich welche Temperaturen außerhalb herrschen.

Ein Weinklimaschrank sorgt zudem nicht nur für die richtige Kühlung, sondern auch dafür, dass Weine nicht zu kalt gelagert werden, sollte der Schrank an einem sehr kühlen Ort genutzt werden.

Der Luftaustausch beim Öffnen des Schrankes wird durch die Temperaturfühler im Inneren und Äußeren immer wieder ausgeglichen.

Zudem verfügt ein Weinklimaschrank oft auch über mehrere Temperaturzonen, die getrennt voneinander gesteuert werden können. Rot- und Weißweine können so gleichzeitig bei der Ihnen eigenen Besttemperatur gelagert werden.

Für Weine mit Naturkork sind vor allem Luftfilter und die Regulierung der Luftfeuchtigkeit wichtig, da sonst üble Gerüche oder ein ausgetrockneter Korken den Wein beschädigen könnten.

Wer seine Weine in einem Weinklimaschrank lagern möchte, sollte jedoch bedenken, dass diese einen recht hohen Stromverbrauch haben.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Weinkühlschrank und Weinklimaschrank?

Wie schon erläutert liegt der größte Unterschied zwischen Weinkühl- und Weinklimaschrank in der Temperaturgestaltung.

Während ein Weinkühlschrank lediglich auf einer bestimmten Temperatur kühlt, kann ein Weinklimaschrank zur langfristigen Lagerung in verschiedenen Temperaturzonen verwendet werden. Auch die Möglichkeit zur Luftfilterung und Anpassung der Luftfeuchtigkeit sind nur mit dem Weinklimaschrank gegeben.

Ein Weinkühlschrank eignet sich entsprechend eher für die mittel- bis kurzfristige Lagerung von Weißweinen, wohingegen ein Weinklimaschrank als Kellerersatz genutzt werden kann.

Was gilt es beim Kauf sonst noch zu beachten?

Bei der Anschaffung eines Weinkühl- oder Weinklimaschranks sollte stets der Zweck im Vordergrund stehen.

Wer lediglich ab und an ein paar Flaschen Wein in kleiner Runde konsumiert, sollte sich fragen, ob es überhaupt einen eigenen Kühlschrank dafür braucht, da der Stromverbrauch doch bei beiden Modellen recht hoch sein kann.

Zudem muss man sich darüer im klaren sein, wieviele Flaschen ein solches Gerät verstauen soll und welche Sorte Wein man unterbringen möchte.

Wer lediglich Weißwein trinkt, ist mit einem Weinkühlschrank sicher auch auf der richtigen Seite.

Wer viele verschiedene Weine und Weinsorten sein eigenen nennt, dem wird der Weinklimaschrank der bessere Begleiter sein.


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